Willkommen - Kirchenchor

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Chor - Infos > Konzert 2014

Werte Konzertbesucherin, werter Konzertbesucher
Herr, wir trau’n auf deine Güte, die uns rettet wunderbar, singen dir mit frommem Liede, danken freudig immerdar!"  Auf dieses Vertrauen und auf dieses Loben und Singen hin drängt unser Konzert, das mit den Drei geistlichen Liedern von Felix Mendelssohn seinen Aufbau und Rahmen erhält. Die drei geistlichen Lieder basieren auf Psalm 13.
Der Verfasser des Psalms beschreibt - wohl aus eigener Erfahrung - wie ein Mensch sich fühlt, der Einsamkeit und Gottverlassenheit erfährt: „Schwach und hülflos soll ich trauern und von dir vergessen sein?" Es ist das elende Gefühl der Verzweiflung, das ein Mensch erlebt, der in grosse Not geraten ist. Das Gefühl von allen, vor allem aber von Gott verlassen zu sein. Krankheit, der Verlust eines geliebten Menschen oder andere tragische Ereignisse können solch ein Gefühl auslösen. Die Bitten, die in den ersten beiden Liedern ertönen, sind daher mehr als verständlich: „Lass, o Herr mich Hülfe finden!" und: „Deines Kinds Gebet erhöre!"
Das Konzert nimmt damit tiefe, existenzielle Erfahrungen von uns Menschen auf: wir suchen nach Halt und Vertrauen, nach Liebe und Geborgenheit, die letztendlich das ganze Leben von der Geburt und über den Tod hinaus in neues Leben umfassen. Wir suchen nach Bestätigung, dass wir trotz allem nie aus der Liebe Gottes heraus fallen. Denn sie ist es, die uns letztlich trägt und hält.
Dieses Bestätigen, Suchen und Weiterentwickeln äussert sich in den Texten der traditionellen Messe ebenso wie in den Biblischen Liedern, wie
Dvořák sie meisterhaft komponiert hat. Auf das „Herr erbarme dich" aus der Messe, folgt die Feststellung: „Denn meine Zuversicht bist du!" Und wie ein Faden, der von Gott zum Menschen und umgekehrt gesponnen wird, gewinnt in stetig zunehmendem Masse neues Vertrauen zu Gott die Oberhand, der Faden wird stärker: auf das „Gloria" der Messe folgt „Herr! nun sing ich dir ein neues Lied! " Diesem wachsenden Vertrauen folgt das „Credo", das Bekenntnis des Glaubens, das in die bekannten Worte des Psalms 23 mündet: „Gott ist mein Hirte!" Das „Agnus Dei", der Hinweis auf die Sühne unserer Schuld durch Christus, lässt dieses neu erwachte Vertrauen einmünden in das dritte Lied von Mendelssohn: „Herr, wir trau’n auf deine Güte, die uns rettet wunderbar, singen dir mit frommem Liede, danken freudig immerdar!"
Kordula Gisler ist es meisterhaft gelungen,
die geistlichen Lieder von Mendelssohn, die Messe und die biblischen Lieder von Dvořák zu einem neuen Ganzen zusammen zu fügen und so neuem Vertrauen Raum zu geben.
In der Hoffnung, dass Sie solche Zuversicht und solches Vertrauen in unserem Konzert erfahren und mit nach Hause nehmen, wünsche ich Ihnen ein schönes Konzert.

Michael Schneider, Pfr.
Präsident des Evang. ref. Kirchenchores Lyss

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü