Auftritt in der Carnegie Hall New York am 18. Jan. 2105 - Kirchenchor

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Projekte > Misa a Buenos Aires

Der Evang. ref. Kirchenchor Lyss singt in New York
18. Januar 2015 in der Carnegie Hall

Die Chorreise 2013 führte uns nach Solothurn – die Reise 2015 geht nach... New York? – "Kaum zu glauben!" – "Sind die übergeschnappt?", so müsste man spontan reagieren. Als das Wort "New York" an der Hauptversammlung Ende April auftauchte, war die Reaktion der Chormitglieder ungefähr so: "Das kann ja nicht wahr sein!"
Kurz vor der Hauptversammlung traf beim Vorstand die Botschaft ein, dass der Chor die Misa a Buenos Aires (Misa Tango) von Martin Palmeri in einer denkwürdigen Interpretation aufgeführt hätte und nun eingeladen werde, an einer Gross-Aufführung desselben Werkes in der Carnegie Hall in New York mitzuwirken.
Carnegie Hall? Das ist ein Name mit Klang. Die Carnegie Hall ist einer der grossen Konzertsäle der Welt, ähnlich dem Concertgebouw in Amsterdam oder dem Musikvereinssaal in Wien – nur wesentlich grösser. Ein Auftritt dort ist für Konzerte etwa vergleichbar einem Auftritt in der Metropolitan Opera oder der Scala in Mailand für Opern.
Was hat der Kirchenchor Lyss dort verloren? In Zeiten zunehmender Internet-Unsicherheit war der erste Gedanke: Da will uns jemand auf die Schippe nehmen. – Misstraut! – Wer weiss, was das für eine Falle ist? Sollte tatsächlich etwas Echtes hinter der Sache sein, so ist sie für uns doch klar überrissen, aber immerhin eine Ehre: Man wird wahrgenommen und geschätzt, sogar jenseits des grossen Teichs.
Bald hat sich herausgestellt, dass die Einladung doch ernst gemeint war: Die Verantwortlichen der Organisation DCINY (Distinguished Concerts International - New York haben uns wissen lassen, dass sie sich unsere Aufführung angehört haben (das ist in Zeiten des Internets nichts so Wunderbares mehr -> Hörproben) und finden, wir wären würdig, in New York nebst anderen Sängern aus anderen Ländern teilzunehmen. Teilnehmen werde auch der Komponist, nämlich als Pianist.
So weit, so gut. Es ergab sich dann, dass ähnliche internationale Veranstaltungen in der Carnegie Hall schon früher stattgefunden haben, dass es eine entsprechende Konzertreihe gebe, die aber, das ist der Haken, von den Aufführenden finanziell mitgetragen werden müsse.
Da mischten sich Stolz, Freude und Skepsis. Mit der Antwort konnte nicht lange zugewartet werden, der Entscheid musste vor Ende Mai getroffen werden. Lebhafte Diskussionen folgten. Wer will - wer kann mitkommen? Eine Minidelegation von einigen Sängerinnen und Sängern kam so wenig in Frage wie eine Reise des ganzen Chors. Schliesslich hat sich ergeben, dass etwa die Hälfte des Chors interessiert ist, die Herausforderung anzunehmen und mitten im tiefsten Winter (gibt es das noch?) auf eigene Kosten für einige Tage nach New York zu fliegen um an der Aufführung vom 18. Januar teilzunehmen. Die daheim Bleibenden unterstützen das Projekt mit Wohlwollen und sind auch bereit, den Reisenden einen Zustupf aus der Chorkasse zu gewähren. Sie sind auch bereit, das Übungsprogramm im Hinblick auf diesen Auftritt abzuändern und die "New Yorker" bei ihren Vorbereitungen auf die Aufführung der Misa a Buenos Aires zu unterstützen. Nun ist der Chor angemeldet, die Anmeldung ist bestätigt, der Anlass wird am 18. Januar 2015 stattfinden. Wir werden reisen und die Stimmen des reformierten Kirchenchors Lyss im Athen der Vereinigten Staaten erschallen lassen.
Robert Ruprecht

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